Das war der Girls‘ Day in Linz

Wir haben gute Nachrichten!

Dieses Jahr war der Girls‘ Day einmal mehr ein großer Erfolg!

Mit der Teilnahme zahlreicher junger Frauen an diesem Event hatten wir die Möglichkeit das Interesse von Mädchen für technische Berufe zu wecken, um so die digitale Kluft zwischen den Geschlechtern zu verringern. Ebenso konnten wir Mädchen dazu ermutigen und motivieren an technologischen Curricula teilzunehmen, sowohl in Ausbildung als auch in der Arbeitswelt.

Es ist uns eine Freude, diesen Tag zu feiern, mit dem Ziel, die Freude an der Technologie und den kritischen Umgang mit ihr der nächsten Generation weiterzugeben!

Die jungen Schülerinnen konnten durch verschiedene Aktivitäten Technologie als kreatives und unterhaltsames Feld erleben, das viele Möglichkeiten für die eigene Gestaltung und Zukunft bietet.

Foto: Dayana Izajar

Wir legen Wert darauf, Medien nicht nur zu konsumieren, sondern auch zu produzieren und zu gestalten. Deshalb wurde den Mädchen ein spielerischer Zugang zu Grundprinzipien des Programmierens geboten. So lernten die Teilnehmerinnen bspw. mittels symbolischer Kodierung Fehler zu erkennen und durch analytisches Debugging auch zu bereinigen.

Zudem konnten wir das erste Mal gemeinsam ein Spiel mit „Scratch“ programmieren!
Eine elektronische Klaviatur wurde mittels Bananen improvisiert und es wurden Computer zerlegt und wieder zusammen gebaut.

Die Mentorinnen, die selbst Programmiererinnen oder Technikerinnen sind, haben mit ihrer Leidenschaft und ihrem Engagement einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg dieses Projekttages geleistet, indem sie die Mädchen ermutigt haben, selbst Hand an digitale Technologien anzulegen oder sogar in die technische Berufswelt einzusteigen.

Eine Diskussion über Medienkonsum und Datenschutz, die Besprechung der ersten Erfahrungen mit Hard- und Software und eine Reflexion über die möglichen Gefahren des blinden Gehorsams beendete unseren spannenden Tag.

Mit der Veranstaltung bereicherte Jugend hackt Linz den oberösterreichischen Girls‘ Day um ein weiteres emanzipatorisches Angebot für die Linzerinnen der nächsten Generation.

Wir wollen ein Land, das alle Potentiale und Talente von Frauen in der Technik nutzt!

Für das Mentorinnenteam, Dayana Izajar

Seoul, Hongkong, Taipeh und Tokyo – Jugend hackt war in Asien und entstanden ist vernetztewelten.org

CC-BY Goethe-Institut, Fotos von: Jia Yu Tsai

Die Plattform

Vier spannende Workshops durften wir in den letzten beiden Jahren gemeinsam mit dem Goethe-Institut Ostasien durchführen. Dabei haben sich über 100 Jugendliche aus sechs verschiedenen Ländern kennengelernt und gemeinsam Prototypen zum Schüler*innenaustausch der Zukunft entwickelt. Auf der Plattform vernetztewelten.org stellen wir alle Prototypen vor und geben einen Überblick über das Projekt. Im nächsten Schritt wollen wir uns nun überlegen, wie sich diese Prototypen ganz konkret im Schulalltag nutzen lassen, um so den digitalen Schüler*innenaustausch zu fördern. Dazu entwickeln wir 2018 einzelne Prototypen weiter und konzipieren eine Schulung für Lehrkräfte und Multiplikator*innen.

Vernetzte Welten 2017

Nach einem erfolgreichen Pilotworkshop in Seoul im November 2016 brachen 2017 gleich drei Reisegruppen aus Deutschland auf, um Hacker*innenkultur nach Asien zu bringen und mit ganz vielen neuen Eindrücken und Freundschaften im Gepäck wieder zurück zu kommen. Dank der Kooperation mit dem Goethe-Institut Ostasien und der Förderung vom Auswärtigen Amt trafen die Jugend hackt-Teilnehmer*innen in den drei asiatischen Metropolen auf Jugendliche aus sechs asiatischen Ländern (China, Hongkong, Mongolei, Süd-Korea, Japan und Taiwan) und tüftelten drei Tage lang an ihren Ideen für den Schüler*innenaustausch der Zukunft.

Eine Gruppe des Workshops in Taipeh entwickelte zum Beispiel einen Emoji-Messenger. Die Idee dahinter: eine universelle Sprache gibt es nicht, aber Emojis versteht man weltweit! Der Messenger übersetzt einfache Textnachrichten in Emoji-Zeichenfolgen. Das macht nicht nur Spaß, sondern trägt auch zur Verständigung bei.

Auch in Hongkong waren Sprache und Verständigung spannende Themen. Hier wurde diese jedoch per Übersetzungs-Webseite in Icons umgewandelt. Ein anderes Projekt beschäftigte sich mit dem Themenfeld Essen. Für die Teilnehmer*innen war gerade das Streetfood sehr spannend, da sie meist nicht wussten, was genau sich sich dort bestellten. Und da landestypisches Essen für sie Teil des Eintauchens in eine fremde Kultur war, bauten sie eine Webseite, auf der man sich über die verschiedenen Gerichte, die einem die Streetfood-Stände von Hongkong anbieten, informieren kann. Das Essen wird auf der Plattform mit einer Grafik, einer Inhalts- und Geschmacksbeschreibung sowie einer Bewertung dargestellt.

CC-BY Goethe-Institut

Die Verständigung zwischen den asiatischen und den deutschen Teilnehmer*innen war auch in Tokyo ein großes Thema, zu dem einige tolle Projekte entstanden sind. VIRTUAL_YOU beispielsweise ist eine Website, die es Schüler*innen erleichtert, im Ausland Freund*innen zu finden, was sonst wegen der Sprachbarriere und der fremden Kultur sehr schwer ist. Gemeinsamer Anknüpfungspunkt sind dabei gleiche Hobbys. Die App Fool Food hilft Vegetarier*innen dabei, herauszufinden, ob ein Gericht vegetarisch ist, oder nicht, da sich dies, besonders im Ausland, manchmal als schwierig herausstellt. Außerdem können User ihre Meinung über Speißen abgeben, um andere bei ihrer Entscheidung zu unterstützen.

Neben den Workshops hatten die deutschen Reisegruppen auch einige Tage Zeit das jeweilige Land etwas besser kennenzulernen. Auf Twitter (Hashtag: #jhasien) haben die Teilnehmer*innen und Mentor*innen fleißig ihre Erfahrungen geteilt.

Partner

In jeder Stadt wurden wir durch Vertreter*innen von lokalen Civic Tech Organisationen unterstützt. Diese halfen uns nicht nur dabei lokale Mentor*innen zu finden, sondern konnten den Jugendlichen auch zeigen, wie netzpolitisches Engagement in ihren Ländern aussieht. Ein großes Dankeschön geht deshalb an:

Bilder und Videos

  • Eine kleine Zusammenstellung an Bildern aus den Workshops findet sich hier
  • Hier findet sich das Dokumentationsvideo zum Projekt.
  • Und hier die Aufzeichnungen der Abschlusspräsentationen:

Berichterstattung

  • Hier findet sich der offizielle Bericht des Goethe-Instituts.
  • In Hongkong wurde über das Programm berichtet.
  • Unser Mentor Stefan hat außerdem ausführlich über seine Reise nach Tokyo gebloggt.
  • Außerdem hat uns der rbb in Taipeh besucht und einen schönen Beitrag dazu gemacht (ab Minute 16:24)

Hello World für alle – Das Handbuch ist da!

Das im März 2017 gestartete Einsteiger*innenprogramm Jugend hackt HELLO WORLD begleitet Kinder und Jugendliche bei ihren ersten Schritte in den Bereichen rund um Technik, Robotik und Coding. Im vergangenen Jahr wurden die neu entwickelten Workshops bei mehr als 40 Veranstaltungen von über 1000 Kindern und Jugendlichen aus Nordrhein-Westfalen besucht. Dabei beschäftigen sie sich mit den Möglichkeiten und Auswirkungen von Coding, Hacking und einer digitalisierten Welt und entwickeln kreative Lösungen für persönliche, gesellschaftliche und technische Herausforderungen.

Um die Workshopkonzepte und Materialien zusammen mit ihren Erfahrungswerten zugänglich zu machen, haben die Initiator*innen Malou Weisse, Felix Dietz, Lisa Mütsch und Christian Rall ein Handbuch verfasst. Die erarbeiteten Workshopkonzepte sowie deren Vorbereitung und Durchführung werden darin ausführlich beschrieben. Neben dem pädagogischen Konzept und einer ergänzenden Methodensammlung, werden außerdem Tipps und Tricks zur eigenen Umsetzung der Workshops weitergegeben.

Mit dem nun erscheinenden Handbuch werden Pädagog*innen und Sozialarbeiter*innen, Jugendzentren, Bibliotheken und andere außerschulische Bildungs- und Kultureinrichtungen erreicht. Auch Aktivist*innen aus dem technologischen Bereich, die Jugendliche in der Bildung ihrer technischen Fertigkeiten unterstützen möchten, können die hier vorgestellten Workshops durchführen oder sie als Mentor*innen begleiten.

Hier kann das Handbuch heruntergeladen werden.