Jugend hackt als Weihnachtsgeschenk – wir brauchen deine Unterstützung!

Mit Code die Welt verbessern. Unterstütze unsere Junghacker*innen

Ein erfolgreiches und aufregendes Jahr liegt hinter uns: 535 Teilnehmer*innen haben über 100 Projektideen auf zehn Events umgesetzt; drei internationale Austauschformate vernetzten Jugendliche aus Deutschland mit Jugendlichen aus der Türkei, Indien und Ostasien; die neuen Jugend hackt-Labs bieten seit ihrem Start im Sommer regelmäßige Workshops in Ulm und Fürstenberg. Und kurz vor dem Jahreswechsel bieten wir auf dem Chaos Communication Congress in Leipzig, dem 36C3, wieder buntes Programm für junge Hacker*innen, die die Welt verbessern wollen.

Bei Jugend hackt ist immer was los, und auch zur Winterzeit kehrt bei uns keine Ruhe ein. Trotzdem kommen wir schön langsam in weihnachtliche Stimmung, wenn wir zusammenkommen, um zu planen, wie es 2020 mit Jugend hackt weitergeht. Wir planen elf Events im ganzen deutschsprachigen Raum, mehr Lab-Eröffnungen und weitere Austauschprogramme.

Und genau dafür brauchen wir deine Unterstützung! Du kannst mit deiner Zuwendung dafür sorgen, dass auch 2020 weitere tolle Dinge bei Jugend hackt geschehen können. Dafür haben wir uns ein paar Möglichkeiten für dich überlegt:  

Werde Fördermitglied im Freundeskreis! 

Fördermitglieder im Freundeskreis haben einen speziellen Platz in unserem Herzen. Dein jährlicher Mitgliedsbeitrag schafft finanzielle Planbarkeit gegenüber Einmalspenden und macht uns unabhängiger von großen Geldgeber*innen. Dafür bekommst du neben unserem unendlichen Dank auch spezielle Goodies in Form von Stickern, Pins und –  *Trommelwirbel* –  frisch gedruckten T-Shirts mit Freundeskreis-Motiv!

Natürlich lässt sich die Mitgliedschaft auch verschenken. ^_^

Schenke eine Spende <3

Wir freuen uns auch riesig, wenn du uns mit einer Spende unterstützt. Jeder noch so kleine Betrag hilft und fließt direkt in das kostenfreie Angebot für unsere Jugendlichen.

Weihnachts-Special: Wir haben für dich eine weihnachtliche Karte gestaltet, mit der du deine Spende verschenken kannst und somit nicht nur den*die Empfänger*in glücklich machst, sondern auch noch uns hilfst! <3

Die Weihnachtskarte zum selbst ausdrucken gibt’s in vier stylischen Alpaka-Farben: Hier kannst du sie als PDF herunterladen.  

Für engagierte Unternehmen 

Arbeitest du in einem Unternehmen, das gerne gemeinnützige Projekte unterstützt? Wir liefern bunte Inhalte rund um unser Programm, mit denen sich spannende Geschichten zum Engagement des Unternehmens erzählen lassen. Einige Firmen schenken ihren Kund*innen statt materiellen Weihnachtsgeschenken lieber eine Spende für einen guten Zweck, andere spenden einen Teil ihres Jahresumsatzes. In jedem Fall können wir bei Jugend hackt anschaulich zeigen, wie die Spende wirkt, die direkt in die Nachwuchsförderung fließt. 

Und natürlich schnüren wir individuelle Sponsoringpakete für Unternehmen auch gerne zur Weihnachtszeit. Wenn du ein Unternehmen vertrittst, das uns unterstützen möchte, oder du uns in deinem Unternehmen dafür vorschlagen willst, nimm mit uns Kontakt auf!

Jeder Beitrag hilft. Danke! <3

Und am Ende wollen wir uns schon vorab bei dir bedanken. Jede Zuwendung, die uns erreicht, hilft uns weiter. Egal in welcher Höhe. Wenn du uns selbst nicht finanziell unterstützen kannst, dann hilfst du uns auch, wenn du diesen Blogpost teilst und über Jugend hackt sprichst. Deine Unterstützung trägt dazu bei, dass bei Jugend hackt auch 2020 wieder hunderte Jugendliche mit Code die Welt verbessern können. <3 

Das war Jugend hackt in der Schweiz 2019

Outdoor-Dusche mit Holzbefeuerung, Zelte mit WLAN-Anschluss, gemütliche Lounge im Freien, Festzelt für Präsentationen und Talks und sogar ein für dieses Wochenende errichtetes Baumhaus mit Alpaka-Wahrzeichen – das vierte Event von Jugend hackt Schweiz durfte auch dieses Jahr wieder beim Hackerspace odenwilusenz in Schaffhausen zu Gast sein.

Bereits mehrere Wochen im Voraus haben wir das Gelände und den Space gestaltet und eingerichtet – von Zelten für die Beteiligten bis zu einer funktionstüchtigen Küche. Am 30. August bis am 1. September wohnten und hackten dann die 23 Teilnehmer*innen, sieben Mentor*innen und drei Helfer*innen auf dem Gelände.

Unterstützt durch sonniges Wetter am Tag und angetrieben von der herannahenden Abschlusspräsentation leisteten die Jugendliche auch dieses Jahr wieder kleine Wunder und erarbeiteten die folgenden sieben Projekte:

Oliver und Svens Projekt Mail-In misst mittels Ultraschall, ob du Post im Briefkasten hast. Es zeigt dir den momentanen Zustand via Webinterface und auf einem OLED-Display an. Damit legten sie das Fundament für ein grösseres Projekt: ein Netzwerk von smarten Mülleimern, um die Welt vor überlaufendem Müll zu schützen.

Green Energy: Simon und Lion haben eine ausgeklügelte Ladestation entworfen, die dein Handy auch während des Filmeschauens mit Solarenergie versorgt.

Der PET-Flaschen-Zerdrücker: Simon und David haben eine Maschine gebaut, die PET-Flaschen auch trotz der enthaltener Luft und verschlossenem Deckel zerdrückt. Die Ansteuerung der Quetschvorrichtung erfolgt über einen Arduino.

CO2-Foodrechner: Antoni, Juri, Felix stellen ihre ökologisch korrekte App vor, die den CO2-Ausstoss des Transports verschiedener Lebensmittel berechnet. Das CO2-Foodrechner-Team hatte sich an der frischen Luft im Baumhaus eingerichtet.

Neophyten-Mörder-Maschine! Madlaina, Julia, Carla und Tanjalina zeigen euch, wie man aus ungewollten Neophyten (also Unkraut) grüne Energie gewinnt.

QAR: Nicolá, Samuel und Ferdinand haben ein Web-Interface und App gecodet, das dir erlaubt, dein 3D-Modell via QR-Code zu teilen und in Augmented Reality anzuzeigen.

Awareshopper: Titan, Michael, Jordan, Nathan und Julien präsentieren ihre Browser-Extension, die dich farblich darauf hinweist, wie ethisch vertretbar deine Einkäufe sind.

In verschiedenen Vorträgen, gestaltet von Mentoren zusammen mit den Teilnehmer*innen, wurden Themen wie die Hackerethik, das Öffnen von Daten, Umgang mit Git und Projekte wie Repair Cafés vorgestellt und bearbeitet.

Wir danken unseren lokalen Partnern Nyanjas und odenwilusenz für die gelungene Zusammenarbeit, sowie Migros Kulturprozent als unseren Sponsor und Förderer.

Das war Jugend hackt in Halle 2019

Vom 8. bis 10. November 2019 fand Jugend hackt in Halle (Saale) statt. Bereits zum dritten Mal kamen 35 Jugendliche zu uns ins Eigenbaukombinat, der offenen Werkstatt mit Hack- und Makespace im Osten von Halle. Unterstützt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 15 Mentorinnen und Mentoren, die in sechs Projektgruppen kräftig mitgedacht haben.

Brainstorming am Freitag (CC BY 2.0, Jugend hackt, Foto: Manuel Schmuck)

Mit Code die Um:Welt verbessern

Auch wir haben uns am Jahresmotto „Mit Code die Um:Welt verbessern“ orientiert und  hatten am Ende viele Projekte mit Umweltfragen im Fokus. Den Einstieg ins Thema schaffte am Freitag die liebe Saadya von der Open Knowledge Foundation mit einer Keynote zur Agenda 2030. Anschließend entstanden im Brainstorming neun Projektideen. Am Ende wurden davon sechs Projekte umgesetzt:

Die Gruppe „PlantGO“ entwickelte ein Multiplayer-Spiel, das die Menschen in Halle zum Gießen der Stadtbäume anregen soll, wenn diese in Dürreperioden zu vertrocknen drohen. Ähnlich wie bei PokemonGo kann die Spielerin Bäume sammeln, die sie schon gegossen hat. Dafür werden auf einer Karte alle Stadtbäume und Wasserquellen angezeigt. User können eintragen, ob sie einen Baum gegossen haben und zum Beispiel auch ein Feedback an das Grünflächenamt geben. Die Daten-Grundlage für das Projekt lieferte der offene Datensatz und Baumkataster der Stadt Halle.

Projektgruppe ChangeBox (CC BY 4.0, Jugend hackt, Foto: Manuel Schmuck)

Das Projekt ChangeBox ist eine Box, die mit Sensoren und einem Calliope Mini ausgestattet ist und über die Menschen Dinge tauschen statt wegwerfen können. Auf einer Webseite wird eingetragen, was  abzugeben ist und der Gegenstand in die ChangeBox gelegt. Andere Menschen klicken an, dass sie sich den Gegenstand abholen, bekommen eine PIN und holen sich damit den Gegenstand aus der Box – ein praktisches und anonymes Kleinanzeigen-Prinzip. Das Team hat die Box mit Inkscape konstruiert und am Lasercutter ausgeschnitten.

Ein weiteres Projekt war das Browserspiel „Postapokalyptisches Spiel des Todes“ (kurz: P.O.S.T.), in dem Spielende als Regierung Entscheidungen zu Umweltfragen treffen und dabei  alle unterschiedlichen Interessen berücksichtigen muss. Je nachdem, wie die Entscheidung ausfällt, bekommen Spielende Punkte in verschiedenen Kategorien, wie Geld, Umwelt oder Gesundheit. Am Ende verlieren sie aber leider immer, weil das Spiel in einer Zeit spielt, in der der „point of no return“ bereits überschritten ist. Die Gruppe möchte darauf aufmerksam machen, dass dringendes Handeln im Klimaschutz erforderlich ist, weil es sonst kein Zurück mehr gibt.

Darüber hinaus haben die Jugendlichen viele Ideen zu weiteren Themen umgesetzt. So entstand das Spiel FakeWolf, ein Spiel ähnlich wie Werwolf, nur dass nicht Wölfe gegen Menschen, sondern Populist*innen gegen Journalist*innen antreten. Die Aufgabe der Journalist*innen ist es dabei, die Fake News der Populist*innen zu entlarven. Damit soll das Erkennen von populistischen Phrasen und Fake News spielerisch trainiert werden.

Projektgruppe Scook (CC BY 2.0, Jugend hackt, Foto: Manuel Schmuck)

Mit ihrer Anwendung Scook hat die Projektgruppe eine Plattform entwickelt, auf der sich Schülerinnen und Schüler mit ähnlichen Interessen vernetzen, austauschen und verabreden können. Dabei haben die fünf Teilnehmenden noch ein kleines Gimmick für Word-Nostalgiker eingebaut: Karl Klammer erläutert in den unpassendsten Momenten die Funktionen der Anwendung.

Mit dem Sticker-Verdichter haben zwei Teilnehmende ein Hardware-Projekt umgesetzt, das ein Problem vieler Teilnehmer*innen von Jugend hackt betrifft: Zu wenig Platz für Sticker auf dem Notebook. Dafür gibt es jetzt den Prototypen einer rollenden Stickerfläche – ähnlich wie eine rollende Werbewand. Hierfür hat das Team vor allem im Fablab gelasert, gesägt, gelötet und geklebt.

Projektgruppe Sticker-Verdichter (CC BY 2.0, Jugend hackt, Foto: Manuel Schmuck)

Die Projektergebnisse und Prototypen wurden am Sonntag den Eltern, Geschwistern und interessierten Besucher*innen in einer öffentlichen Abschlusspräsentation im EBK und auch per Livestream dem überregionalen Publikum präsentiert.  Die Aufzeichnung der Abschlusspräsentation könnt ihr hier noch einmal anschauen.

Außerdem noch im Programm

Neben der praktischen Umsetzung der Projekte ist ein Ziel der Veranstaltung die kritische Auseinandersetzung von gesellschaftlichen Fragen zur Digitalisierung. In einer Diskussionsrunde zur Hacker*innen-Ethik diskutierten wir anhand verschiedener Beispiele über ethische Grundsätze für die digitale Gesellschaft und auch die Verantwortung, die Hacker*innen haben.

Am Samstag standen außerdem viele Lightning Talks auf dem Plan und wir sind ganz stolz, dass dieses Mal nicht nur Erwachsene, sondern erstmals auch Teilnehmende selbst Lightning Talks gehalten haben. Es gab zum Beispiel Einführungen in Git, Flutter, Fediverse und OpenRefine. Weiterhin gab es spannende Insider-Infos zum Amateurfunk von Noah. Chris von den Scientists 4 Future sprach in seinem Lightning-Talk über den Energiebedarf von Kryptowährungen, Sabine über den Baumkataster aus dem Open Data Portal der Stadt Halle –ganz  zur Freude der Gruppe PlantGO. Außerdem hat Olf Freie Software-Lizenzen erklärt und Maksim ganz anschaulich gezeigt, wie die visuelle Programmiersprache Scratch und Clean Code zusammenpassen.

Die Talks könnt ihr auch nochmal alle hier bei YouTube nachschauen.

Jugend hackt im Eigenbaukombinat

Die Mitmachwerkstatt bietet mit ihrer Ausstattung und Infrastruktur aus verschiedenen Werkstätten (u.a. Holz, Metall, Elektronik, Handarbeit, Modellbau) den perfekten Ort, um gemeinsam an kreativen Ideen und Visionen für die digitale Gesellschaft zu arbeiten und entsprechend des Mottos von Jugend hackt „mit Code die Welt zu verbessern“.  Wir freuen uns, dass wir mit Jugend hackt das Eigenbaukombinat wieder für ein Wochenende „besetzen“ durften und möchten uns ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern bedanken!

Und alles nur möglich, weil…

… so viele Menschen unterstützt haben! Daher möchten wir uns nochmal mit einem riesen Dankeschön bei allen Mentorinnen und Mentoren bedanken. Ihr wart spitze!

Für die finanzielle Unterstützung bedanken wir uns bei unserem Kooperationspartner, der  Landeszentrale für politische Bildung, bei unseren Fördermittelgebern, dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung in Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle sowie bei unseren Sponsoren, der Firma Papenburg, der Piratenpartei Sachsen-Anhalt und dem Python Software Verband. Vielen Dank!