Jugend hackt verstehen – Die Evaluation von 2015 ist da

Auch 2015 haben wir die Hauptveranstaltung von Jugend hackt durch eine Evaluation begleitet. Genau wie 2014 wurde sie entlang der Ziele von Jugend hackt aufgebaut. Viele Elemente der Evaluation von 2014 wurden deshalb übernommen und angepasst. Mehr Informationen zu den damaligen Ergebnissen finden sich hier. Den ausführlichen Bericht von 2015 bekommt man hier:

Evaluation 2015

Zusammenfassung der Ergebnisse von 2015

Die Evaluation von Jugend hackt 2015 bestätigt den anhaltenden Erfolg des Veranstaltungsformats, weist aber auch auf mögliche Weiterentwicklungen und Verbesserungen hin. Etwas enttäuschend sind die durchweg nicht signifikanten Ergebnisse der Wirkungsanalyse. Deskriptiv konnten zwar Änderungen festgestellt werden, statistisch signifikant waren diese im Unterschied zu 2014, jedoch nicht.

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So geht es auch – Mein Informatikunterricht nach britischem Lehrplan

Ein Gastbeitrag von Karl Engelhardt

Zum Autor: Karl (hier geht’s zu seiner Webseite: pajowu.de) war schon bei einigen Jugend hackt Events dabei und hat unter anderem an den Projekten Neulandeuphonie und GermanySaysWelcome mitgearbeitet. Aktuell geht er in Israel auf eine Schule, die nach britischen Lehrplan unterrichtet. Wenn auch ihr Lust habt über eure Erfahrungen rund um IT, Schule, Hacking und Making zu berichten, dann schreibt uns mit euren Ideen an info@jugendhackt.de.

18754303006_eb6ee94102_zDer Informatikunterricht unterscheidet sich je nach Land, das war mir klar, allerdings war es für mich doch erstaunlich, wie groß dieser Unterschied ist. Der Informatikunterricht an meiner alten Schule in Leipzig glich lange einer Microsoft-Office-Produktschulung. Im letzten Jahr haben wir dann noch etwas mit Scratch gearbeitet, wobei sich das im wesentlichen auch auf eine kleine Einführung des Lehrers oder der Lehrerin und danach ein „macht mal“ beschränkte. Dazwischen haben wir noch etwas über Objektorientierung gelernt, allerdings nur theoretisch und ohne jeglichen Praxiszusammenhang (Scratch eignet sich da zwar sehr gut, wurde aber erst einige Monate später behandelt).

Der Informatikunterricht in der Oberstufe unterschied sich dann je nach Lehrer extrem. Bei manchen Lehrer/innen wurden nur Aufgaben in Object Pascal (1) mit schlechter IDE gelöst, meistens nach dem Motto „macht mal“, während andere mit den Schüler/innen eine Cryptoparty im lokalen Hackerspace besuchten und Themen wie bash, Datensicherheit und Verschlüsselungsalgorithmen behandelten (2).

Zwar unterscheidet sich die Qualität des Informatikunterrichts auch in Großbritannien (3) je nach Lehrer/in, aber immerhin kann Informatik als schriftliche Prüfung abgelegt werden (4). Programmiert wird auch nicht in irgendeiner Programmiersprache, sondern es müssen C#, Java, Pascal/Delphi, Python oder VB.Net sein. Zudem gibt es einen deutlich strengeren, frisch überarbeiteten Lehrplan (5), der bereits in der 11. Klasse folgendes enthält.

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Jugend-Hackathons für alle – unser Handbuch ist da

handbuch-jugend-hackathonsMittlerweile gibt es Jugend hackt im vierten Jahr. Wir haben sieben Veranstaltungen organisiert und gezeigt, dass Hackathons auch als Format für junge Menschen funktionieren. Während dieser aufregenden Zeit konnten wir viele Erfahrungen sammeln, haben an der ein oder anderen Stelle nachgebessert und wahnsinnig viel gelernt. Es liegt im Selbstverständnis der Open Knowledge Foundation Deutschland und von mediale pfade dieses Wissen für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Wir (also Maria, Daniel und Paula) haben deshalb einen Praxisleitfaden für die Veranstaltung von Jugend-Hackathons geschrieben. Wir hoffen, dass wir damit noch mehr Menschen inspirieren dieses Format auszuprobieren und in der Bildungsarbeit einzusetzen.

Das Handbuch gibt es als Printversion und als PDF. Wir möchten aber auch, das andere die Möglichkeit haben an dem Handbuch weiter zu arbeiten und dessen Inhalte weiter zu denken. Deshalb gibt es eine weitere Version als OER (open educational ressources) als GitHub Repository und GitHub Page. Wir freuen uns über ganz viel Feedback und neue Hackathons!

PDF GitHub Repository GitHub Page

Außerdem möchten wir noch ein paar Leuten danken, die uns bei dem Handbuch unterstützt haben. Robert und Juka für das tolle Lektorat, Martina von glashaus4 für das wunderschöne Design und dem Jugend hackt Mentor Andreas für die schicke Umsetzung als GitHub Page. Außerdem danken wir der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, die das Handbuch im Rahmen des Jugend-Demokratiefonds Berlin gefördert hat.