Das war der Jugend hackt Nord HACKDAY

Letzten Samstag wurde auch in Hamburg bei Jugend hackt Nord wieder gehackt, getüftelt und gebastelt! Beim #HACKDAY, welcher im Rahmen der Code Week Hamburg stattfand, kamen 18 alte und neue Junghacker/innen zusammen, um einen Tag lang an bereits bestehenden Projekten zu tüfteln oder an neuen Ideen zu feilen.

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst

Nebenbei konnten sich die Teilnehmer/innen mit Gleichgesinnten austauschen oder neue Hardware ausprobieren. Das Team SensorData kann mit Hilfe eines Raspberry Pi und eines Wärmesensors die Wärme in Räumen messen und über eine API sogar direkt visualisieren. Rebecca baute mit ihrem Team an einer LED Matrix, die mit Hilfe eines Arduinos gesteuert werden kann. Andere Teams beschäftigten sich mit Microcontrollern, Sensoren uvm. Einige Jugendliche, die bereits zuvor bei einer Jugend hackt-Veranstaltung waren, nutzen die Chance, um zusammen mit neuen Junghacker/innern weiter an ihren Projekten zu arbeiten.

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst

So hat das Team Datenparty z.B. seinen Code aufpoliert und erweitert – denn hacken heißt auch Bugs fixen. Das Tool analysiert Newsfeeds mithilfe von Machine Learning auf Wahrheitsgehalt und Vertrauenswürdigkeit. Das Projekt ReMap, welches in Berlin entstanden ist, wurde kurzerhand in Maori umbenannt. Die interaktive Karte zeigt Recycling-Möglichkeiten wie Trödelmärkte und Flohmärkte auf. Hier wurden eine Caching-Funktion eingebaut und neue Orte hinzugefügt.

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst

Am Ende konnten sich die Teilnehmer/innen nur schweren Herzens von ihren Projekten lösen. Bei so viel Begeisterung und Ideen, mussten wir die Präsentation der Projekte mehrmals um #nurnoch5Minuten hinaus zögern. Denn in #nurnoch5Minuten können wir mit Code die Welt verbessern! :-)

Letztendlich waren sich alle einig: So einen HACKDAY, das sollten wir mal öfter machen! Wir sagen Danke an alle neuen und alten Junghacker/innen die dabei waren und an alle Mentor/innen, die uns großartig unterstützt haben! Es hat uns großen Spaß gemacht!

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Sandra Schink

CC-BY 4.0 Jugend hackt Nord, Foto: Sandra Schink

Alle Bilder zum HACKDAY findet ihr auf Flickr!

 

Danke, Jugend hackt Berlin 2016!!

 CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf


CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Die Kurzversion

Fantastische Projekte. Cyber. Alles außer „Grenzen im Kopf“. Badges. Volksbühne. Goldener Lamettaregen. Applaus!

Das ist eine zugegebenermaßen etwas insiderlastige Beschreibung des Wochenendes vom 14.-16. Oktober, das wir gemeinsam mit 120 Jugendlichen, 42 Mentor/innen (kein Scherz) und ca. 42 Helfer/innen verbracht haben.

Die  mittellange Version

Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und mediale pfade.org – Verein für Medienbildung e.V.  hatten unter dem Motto „Grenzen im Kopf“ zu Jugend hackt Berlin 2016 eingeladen. Aus allen Bundesländern waren 12- bis 18-jährige technikbegeisterte Jugendliche angereist, um ein Wochenende lang an Programmcode, Hardware und ihren eigenen gesellschaftsverändernden Ideen zu arbeiten. Wie immer bei Jugend hackt ging es auch dieses Mal nicht darum, am Ende ein fertiges Produkt zu präsentieren. Das Ende ist, wenn man etwas gelernt hat: von anderen Jugendlichen, von den ehrenamtlichen Mentor/innen, über Code, Technik oder sich selbst.

 CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf


CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Das hat, der Stimmung nach zu urteilen, extrem gut geklappt. Wir waren – wieder einmal – extrem beeindruckt von der Offenheit, die bei Jugend hackt spürbar ist. Vielleicht lag das auch daran, das wir erstmalig keinen Wettbewerb mehr hatten und es damit am Ende nichts „gegen andere“ zu gewinnen gab. Vielleicht lag es auch daran, dass wir erstmalig den Versuch einer unmittelbaren Würdigung für einzelne Jugendliche oder ganze Gruppen in Form von Badges gewagt haben. Badges sind kleine Auszeichnungen, wie zum Beispiel „Helfende Hand“, „Vernetzer/in“, „Open Data-Held/in“, Open Source-König/in“, den Gamer/innen unter euch auch als Achievements bekannt.

Die Projektideen – ingesamt 24 an der Zahl – waren trotz oder gerade wegen des abgeschafften Wettbewerbs wieder einmal wahnsinnig stark: Ein Schalter-Schalter für das nachhaltige Smart Home. Kluger Einbruchschutz. Schwabbelnde Baumdiagramme aus Twitter-Hashtags. Endlich genügend Mathe- und Physikaufgaben. Demonstrationshilfe (z.B. gegen Mateverbot). Strahlungsmessung (nur echt mit Geigerzähler). CO²-Emissionsscanner. Kartenvisualisierung für mehr Recycling. Stimmungsbarometer. Überprüfbare Wahrheiten in Nachrichten. Analyse Pegidas (Problem: die Rechtschreibung). Licht-durch-Musik-Analyse. Akustisch unterstützte Luftqualität. Wetterstation (inkl. Aufruf zu Open Data). Dezentraler, datenschutzfreundlicher Chat. Sportfreundschaften. Wie Tinder, aber für Charakter. Was ist das für 1 (2,3,4) Bildschirm? Konsumartikelspenden für Geflüchtete. Karten gegen GeschichtsvergessenheitWLAN an Schulen (endlich!). Wie Tinder, aber gegen Vorurteile.

 CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf


CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Das war das, was ca. 400 Personen in der großen Volksbühne und ca. 300 Personen im Livestream am Sonntag Mittag zu sehen bekamen – eingebettet in Livemusik, einem Werbeblock zu Politik, einem nur leicht selbstironischen Failvideo und einer tollen Moderation durch Miriam Seyffarth und Marcus Richter.

Wer wissen möchte, was sie/er verpasst hat: Die gesamte Projektpräsentation ist hier zu sehen. Die Projektvorstellungen gibt es auch einzeln auf unserer YouTube-Playlist nachzuschauen. Die Fotos zum Wochenende lohnen ebenfalls einen Blick. Und auf Twitter gab es das gesamte Wochenende über einiges zu lesen.

Die Presseversion

 CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf


CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Im Feuilleton der FAZ wurde ein längerer Artikel abgedruckt, der uns in seiner sprachlichen Präzision und inhaltlichen Beobachtungsgabe sehr beeindruckt hat. So würden wir uns beschreiben, wenn wir es selbst könnten. Dankenswerterweise ist der Artikel nicht nur im Print, sondern auch online erschienen. Außerdem gab es einen wunderbaren, quasi Live-Artikel im Tagesspiegel, ebenfalls in der gedruckten Ausgabe und online.

Außerdem wollen wir uns noch einmal recht herzlich beim Max-Planck-Institut für Softwaresysteme bedanken, das uns bei unserem Berliner Event unterstützte.