Vernetzte Welten in Indien und Sri Lanka

Wir freuen uns sehr, unsere Kooperation mit dem Goethe-Institut ausweiten zu können: Nachdem wir die letzten Jahre in Ost-Asien unterwegs waren und dort zahlreiche Schüler*innen-Austausche in Form von Jugend hackt-Hackathons in Seoul, Taipeh, Hongkong und Tokyo durchgeführt haben, zieht es uns jetzt auch nach Süd-Asien.

Eine kleine Gruppe von fünf Jugendlichen und drei Mentor*innen wird im April in gleich zwei Hackathons in Folge indischen Jugendlichen und Mentor*innen begegnen, um dort das Thema „Food Revolution“ zu bearbeiten. Wir sind sehr gespannt auf Neu-Delhi und Kolkata und wie anders dort der Blick auf Essen und Ernährung sein wird. Im Text am Ende seht ihr schon mal, welche Fragestellungen sich hier auftun. Welche Lösungen die Teilnehmenden wohl dafür finden werden?

Vier Jugendliche an einem Tisch mit zwei Laptops.

Vernetzte Welten 2017 in Hongkong [CC BY 4.0 Goethe-Institut]

Vor den beiden Veranstaltungen in Indien gibt es noch einen dritten Hackathon in Sri Lanka, dort werden „nur“ zwei deutsche Mentor*innen und Jugendliche und Mentor*innen aus Colombo teilnehmen. Drei Hackathons in Folge schien uns dann doch bei aller Begeisterung für Jugend hackt zu viel, soll daneben ja auch noch Energie bleiben, um die vielen Eindrücke aufzunehmen, die Länder wie Indien und Sri Lanka zu bieten haben.

Schon Anfang April geht es los, wir werden natürlich alles fleißig dokumentieren und in einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am 12. April zusammenfassen, darüber informieren wir euch dann noch rechtzeitig.

Nun werdet ihr euch fragen: Indien ohne mich? Habe ich eine Ausschreibung verpasst? Nein, es gab dieses Mal keine. Wir sind auf einzelne Teilnehmende zugegangen und haben gefragt, ob sie mitkommen möchten. Das hat zwei Gründe: Zum einen war alles recht kurzfristig und zum anderen hatten wir nur fünf Plätze und Angst, mehr Absagen und Enttäuschungen als Freude zu produzieren. Aber keine Sorge, so ging es auch in Ost-Asien mit einer kleinen ausgewählten Gruppe los, im Folgejahr hatten wir dann eine große Ausschreibung und konnten zahlreiche weitere Menschen mitnehmen. Drückt die Daumen, dass das auch dieses Mal wieder gelingt!

Die Ergebnisse unserer Kooperationen mit dem Goethe Institut der letzten Jahre gibt’s auf Vernetzte Welten.

Fünf deutsche und koreanische Jugendliche stehen, einer von ihnen hat eine Art elektronische leuchtende Brille auf.

Jugend hackt in Südkorea [CC BY Goethe-Institut Korea/Oh Choong Seok]

Die wichtigsten Daten unserer Reise im Überblick:

  • Colombo: 1.–3. April
  • Neu-Delhi: 5.–7. April
  • Kolkata: 9.–11. April
  • Abschlusspräsentation im Livestream (und Aufzeichnung): 12. April
  • Thema: Food Revolution
  • Hashtags: #jhasien #vernetztewelten

Wir werden regelmässig auf Twitter und in unseren Insta-Stories berichten!

Aufzeichnung der Abschlusspräsentation:

Und hier der Text, der das Thema und die Probleme hier vor Ort verdeutlicht:

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Biometrische Systeme hacken kann doch jede*r – starbug (Lightning Talk 2017)

starbug beschäftigt sich im CCC schon seit über zehn Jahren mit biometrischen Systemen und wie man sie überwindet. Dazu gehören Verfahren wie Fingerabdrucksensoren, Gesichtserkennung, Iriserkennung und mittlerweile auch Venenerkennung. Seine Frage: Warum macht das nicht jede*r?

Ein Blick in die Nuller Jahre: Fingerabdrucksensoren in Computermäusen und -tastaturen haben ein so schlechtes Sicherheitskonzept, dass man sie einfach per Anhauchen austricksen kann. Der CCC bringt das Thema Biometrie in die Medien, nachdem jemand den Fingerabdruck des damaligen Innenministers Wolfgang Schäuble von einem Trinkglas besorgt. Sekundenkleber, Laserdrucker, Holzleim – fertig ist die Attrappe für den eigenen Finger. Mittlerweile reicht auch schon ein gutes Foto einer Hand, um einen Fingerabdruck zu übernehmen.

Aktuell kommt man in Sachen Gesichts- und Iriserkennung mit Fotos und ein paar einfachen Tricks wie Infrarotfotografie an vielen Systemen vorbei, selbst bei relativ neuen Handys. Fortschritte in der Echtzeit-Videoberechnung, mit der man seine eigene Mimik auf das Video einer anderen Person legen kann, überlisten Algorithmen, die auf bewegte Gesichter zur Erkennung bestehen. Nächster Schritt: Handvenenerkennung – auch hier ist starbug dem Stand der Technik voraus, wie sein Vortrag auf dem 35c3 zeigt.

Mein Bundesfreiwilligendienst bei der Open Knowledge Foundation

Hallo, ich bin Basti und bin mittlerweile seit einem halben Jahr Bundesfreiwilliger bei der Open Knowledge Foundation Deutschland (OKF). Was das bedeutet und warum ihr das auch machen solltet, will ich euch in diesem Beitrag erzählen.

Was ist ein Bundesfreiwilligendienst?

Ein Bundesfreiwilligendienst ist sehr ähnlich zu einem Freiwilligen Sozialen beziehungsweise Ökologischen Jahr. Er ermöglicht es dir, dich in einem gesetzlichem Rahmen ein Jahr lang im gemeinnützigen Bereich zu engagieren. Dafür erhältst du ein Taschengeld und bist versichert. Bevor es mit der Uni oder Ausbildung weitergeht, hast du die Möglichkeit, dich auszuprobieren und dabei die Arbeit der Einsatzstelle besser kennen zu lernen. Dabei wirst du auch immer pädagogisch begleitet, bei mir übernimmt das der Träger „Freiwilliges Jahr Beteiligung“ (FJB).

Woran arbeite ich?

Bei der Open Knowledge Foundation (OKF) arbeiten viele Projekte zu den Themen Offene Daten und Digitale Bildung zusammen. Bei zwei dieser Projekte arbeite ich mit: Das ist zum einen natürlich Jugend hackt, wo ich auch vorher schon viermal als Teilnehmer dabei sein durfte, und das Projekt FragDenStaat.de.

Über die Website von FragDenStaat kann jede*r Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz stellen und so Dokumente und Informationen von Behörden befreien. Das ist nicht nur etwas für Journalist*innen, sondern kann dir auch interessante Infos zu deiner Nachbarschaft bringen. Meine konkreten Aufgaben bei FragDenStaat sind, neben vielen eigenen Anfragen, auch den Mail-Account mit zu betreuen und Nutzer*innen bei ihren Anfragen zu helfen. Für Unterstützer*innen gibt es einen Shop, wofür ich hin und wieder Bestellungen verschicke. Mein Höhepunkt bisher waren die Kampagnen FragSieAbi und TopfSecret, für die ich viel Recherche und Vorbereitungsarbeit geleistet habe.

Viele junge Menschen spielen vor buntem Licht Schere Stein Papier.

Jugend hackt in Ulm [CC BY 4.0 Holger Dorn (Jugend hackt)]

Bei Jugend hackt betreue ich die Teilnehmer*innen vor und nach dem Berliner Event. Ich habe einen Blick über unser Material und verschicke dieses auch zu den einzelnen Events in Deutschland. Bei den Events kann ich auch als Mentor und Helfer dabei sein. Bei den Teammeetings bekomme ich viel von der Organisation mit und kann auch meine Meinung mit einbringen. Es ist super spannend, wie viel liebevolle Vorbereitung hinter jedem einzelnen Event steckt.

Auch bei den Teammeetings des gesamten OKF-Teams kann ich immer mit dabei sein. Hier erhalte ich einen besonders interessanten Einblick in die Arbeit einer gemeinnützigen Organisation. Ich weiß es zu schätzen, dass ich immer respektiert werde und auf jede meiner Fragen eine Antwort bekomme.

Das gesamte OKF Team von 2018

Das supertolle Team der OKF!

Das „Freiwillige Jahr Beteiligung“

Das „Freiwillige Jahr Beteiligung“ (FJB) organisiert und betreut meinen Bundesfreiwilligendienst. Insgesamt sind dort aktuell etwa 50 andere Freiwillige aus Einsatzstellen in Berlin und Brandenburg. Dort habe ich immer eine*n Ansprechpartner*in und verbringe die meisten der insgesamt 30 Seminartage mit den anderen Freiwilligen zusammen. Bei den Seminartagen behandelt wir Themen rund um Jugendbeteiligung und Demokratie in einem individuell toll gestalteten Rahmen. Die Seminartage machen mir immer viel Spaß, weil ich dort viel Austausch mit den Freiwilligen aus den anderen spannenden Einsatzstellen habe.

enschen stehen im Kreis und halten die Hände in die Mittte

Ein Seminartag beim FJB

Du auch?

Bist du zwischen 16 und 24 Jahren alt und willst die Chance nutzen, ab September 2019 einen Bundesfreiwilligendienst bei der Open Knowledge Foundation oder einem anderen Verein, einer Stiftung oder Schule machen? Dann kannst du dich schon jetzt auf der Website des FJBs weiter informieren und bewerben: fj-b.de/jetztbewerben.

Wenn du Fragen hast, kannst du mir auch sehr gerne eine Mail schreiben. sebastian.schroeder@okfn.de Wir freuen uns auf dich!