Jugend hackt in Berlin – wieder mit Austausch mit re:coded und mit neuem Workshop

Ein großer Tisch in einem dunklen Raum, sieben Menschen sitzen um ihn herum und debattieren. Auf dem Tisch liegen Poster, auf denen sie Ideen aufschreiben.

CC BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Wer hätte das 2013 gedacht – dieses Jahr laden wir schon zum siebten Mal zu Jugend hackt in Berlin ein! Vom 4. bis 6. Oktober 2019 treffen wir uns alle in der Hauptstadt, um gemeinsam mit Code nicht nur die Welt, nein, sogar die Um:welt zu verbessern. Wir, das sind 120 Teilnehmer*innen plus rund 50 Mentor*innen und nicht wenige Helfer*innen vor und hinter den Kulissen.

Als Location haben wir uns dieses Jahr das Silent Green Kulturquartier ausgesucht. Das ehemalige Krematorium Wedding, erbaut 1909, umgebaut 2013, ist sicherlich kein ganz gewöhnlicher Ort für eine Veranstaltung, hat aber eine spannende Architektur und Geschichte. Und vor allem genug Platz für uns alle. Wir sind sehr gespannt auf unsere neue Location, die wir auch dank zahlreicher Hinweise entdeckt haben, als wir im Juli kurzfristig einen neuen Ort finden mussten. Das Silent Green liegt gut erreichbar direkt am U+S-Bahnhof Wedding.

CC BY 4.0 Philip Steffan

An drei spannenden und ereignisreichen Tagen in Berlin hast du Zeit, gemeinsam mit einem kleinen Team eine eigene digitale Anwendung zu entwickeln oder an einem Hardwareprojekt zu werkeln. Egal für welche Idee du dich entscheidest oder ob dein Projekt komplett umgesetzt werden kann – hier hast du die Möglichkeit gemeinsam mit anderen Interessierten etwas Neues auszuprobieren und dazu zu lernen. Für leckeres Essen ist gesorgt. Außerdem steht dir ein tolles Team von Mentor*innen mit verschiedenen Skills bei Fragen zur Seite.

Einen guten Eindruck von Jugend hackt in Berlin bekommst du in unserem Rückblick auf das Event 2018.

Unser Jahresmotto und die Keynote

Der Themenschwerpunkt von Jugend hackt lautet dieses Jahr MIT CODE DIE UM:WELT VERBESSERN: Aktuell gehen viele junge Menschen auf die Straße, um bei „Fridays for Future“ dafür zu demonstrieren, die Klimakrise und seine Folgen ernst zu nehmen. Die aktuellen politischen Klimaziele – wie der Plan zum Kohleausstieg der Bundesregierung – greifen immer noch zu kurz. Wir wollen diesen Impuls aufnehmen und freuen uns auf eure Visionen und Lösungen für eine bessere Gesellschaft in Anbetracht der Klimakrise und ihren Folgen. Andere Themen sind wie immer auch willkommen!

Unsere Keynote hält dieses Jahr Kristine Karstens. Sie arbeitet am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung als Doktorandin, vor allem an Zukunftsprojektionen für die globale Landnutzung. Sie war mal Physikerin und macht jetzt Agrarökonomie. Was gleich blieb, ist die Liebe zu großen Modellen und gemeinschaftlicher Codeentwicklung. Kristine schreibt:

Ich bin am PIK in Potsdam ein Teil eines ziemlichen großen Modeling-Teams. Wir starten an dem Punkt, dass wir den Klimawandel erstmal als gegeben annehmen und schauen, was daraus nun für die Zukunft folgen kann. Meist unterscheiden wir dabei drei Fragen:

  • Welche direkten Folgen wird der Klimawandel haben?
  • Wie können wir uns daran anpassen?
  • Wie können wir den Klimawandel verlangsamen?

Zum letzten Punkt möchte ich euch unseren Arbeit am PIK ein bisschen vorstellen. Wie funktioniert das eigentlich mit dem „in die Zukunft gucken“?

Für spezielle Themen habe ich ein paar Expert*innen bei uns interviewt und werde euch vorstellen, was ihr Blick in die Glaskugel zu Themen wie Ernährung, Transport und Umweltschutz sagt. Erzählen möchte ich auch, warum unsere Glaskugel trotz aller Unsicherheiten ein spannendes und gutes Instrument ist.

Habt eine spannende Zeit bis Oktober und anbei schon mal eine kleiner Vorschlag für die Zukunft unser Ernährung (siehe Foto). Was denkt ihr: erstrebenswert oder nicht?

CC BY-NC-ND Jan von Holleben

Neben dem Hackathon: Der Workshop „Remixing the Garden“

Dieses Jahr wollen wir dir neben dem bekannten Hackathon, bei dem du in einer Gruppe an einem selbstgewählten Projekt oder Prototypen arbeitest, noch eine andere Form der Teilnahme anbieten. Beim Workshop Remixing the Garden – Plant the Future geht es um den Garten der Zukunft:

Ein Garten ist eigentlich ein Stück Natur, aber so, wie ein Mensch diese Natur nach seinen Vorstellungen geformt hat – vielleicht zum Spielen, vielleicht zum Entspannen, vielleicht, um Gemüse anzubauen. Wie sieht der Garten der Zukunft aus? Gibt es ihn noch so, wie wir ihn kennen? Ist er noch real oder erleben wir ihn nur noch virtuell? Ersetzen Code und Maschinen irgendwann die Gärtner*innen von heute?

In diesem Hackathon-Workshop wollen wir gemeinsam Ideen und Projekte zu Garten, Natur und Remix-Techniken entwickeln. Expert*innen aus den Bereichen Gaming, Programmieren und Creative Technologies werden vor Ort sein, um

  • mit den Teilnehmer*innen im Digitalen wachsende und sich selbst erhaltende Pflanzen zu generieren
  • interaktive Anwendungen im Bereich Generative Kunst zu entwickeln und erproben
  • virtuelle Ausstellungsräume spielerisch zu gestalten

Ein Ziel ist es, dass die entstandenen Ergebnisse in einer Online-Ausstellung gezeigt werden können. Neben den Tech-Expert*innen begleiten euch Judith Ackermann, Magdalena Kovarik und Benjamin Egger von der Fachhochschule Potsdam durch den Workshop. Dort entwickeln und forschen die Medienkünstlerin und die Medienwissenschaftler*innen im Projekt „Postdigitale Kunstpraktiken in der Kulturellen Bildung“ an digitalen Vermittlungs- und Ausstellungsformaten.

re:coded sind wieder dabei!

Im vergangenen Jahr hatten wir erstmalig Besuch aus der Türkei: Elf junge Coder*innen, die dort am Coding-Bootcamp des Vereins re:coded teilgenommen hatten, waren nicht nur am Hackathon-Wochenende dabei, sondern haben auch die drei Tage davor mit 12 deutschen Teilnehmer*innen in Berlin verbracht. Das hat so viel Spaß gemacht (hier die Beweisfotos), dass wir es dieses Jahr wiederholen werden:

Eine Gruppe Jugendlicher steht im Kreis, einer in der Mitte hält ein Stoff-Alpaka in der Hand, alle lachen.

CC BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Leonard Wolf

Vom 1. bis 3. Oktober kommen acht Jugendliche und vier Mentor*innen aus der Türkei nach Berlin. Gemeinsam mit ebenso vielen deutschen Jugendlichen und Mentor*innen werden wir Berliner Tech-Einrichtungen besuchen und in Workshops miteinander arbeiten. Perfekt für alle, die vor dem Hackathon-Wochenende noch Lust auf Austausch haben und erfahren wollen, wie es jungen Menschen in der Türkei geht und gemeinsam mit ihnen Berlin erleben wollen.

Wir sehen uns in Berlin!

3 Antworten zu “Jugend hackt in Berlin – wieder mit Austausch mit re:coded und mit neuem Workshop”

  1. […] Infos zu Jugend hackt in Berlin (4. bis 6.10.) […]

  2. […] möchten euch alle herzlich zur diesjährigen Abschlusspräsentation von Jugend hackt in Berlin am 6. Oktober einladen! Wie immer am Sonntagmittag zeigen die Teilnehmer*innen die Projekte und […]

  3. […] wir mal mit den Zahlen an: 110 Teilnehmer*innen waren es im siebten Jahr von Jugend hackt in Berlin! Unterstützt wurden sie von 54 Mentor*innen, umsorgt von 40 weiteren Helfer*innen und unserem […]

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