Remote 2020

Remote, das ist bei uns allen. Im Vergleich zu den anderen Jugend hackt-Events hat dieser Hackathon überall, nämlich bei uns zuhause stattgefunden.

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So haben 13 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren vier Tage lang, von Donnerstag, 19. bis Sonntag, 22. März zusammen an tollen Technik-Projekten – ganz nach dem Jugend hackt-Motto Mit Code die Welt verbessern – gearbeitet. Unterstützung erhielten sie hierbei von neun freiwilligen Mentor*innen, die jederzeit für die Jugendlichen da gewesen sind.

Es war einmal …

Doch wie kommt es zum Remote-Event? Auslöser war tatsächlich die Krise um den SARS-CoV-2-Virus. Die Teilnehmer*innen der vergangenen Jugend hackt-Events hatten ja schliesslich keine Schule mehr. Dazu kam noch, dass bekannt gegeben wurde, dass das kommende Event in Köln erst einmal nicht stattfinden würde. Davon traurig kam die Diskussion auf, wie wir die analogen Events durch digitale ersetzen könnten. Am Sonntag, den 15. März um 21:48 kam @liv mit einer wunderbaren Idee:

Hätte irgendjemand Lust, einen kleinen Jugend hackt-Hackathon von zu Hause zu machen? Viele von uns sitzen ja wahrscheinlich zu Hause rum, aber vielleicht können wir ein bisschen Ideen brainstormen und gegen die Langeweile programmieren :)

Gleich brannte die gesamte Online-Community dafür. Innerhalb rekordverdächtiger vier Tage haben alle den ganzen Hackathon organisiert. Wir mussten dafür wichtige Fragen klären, da viele Abläufe bei Jugend hackt an ein physisches Zusammenkommen angepasst sind. Hierbei war aussergewöhnlich, dass das Jugend hackt-Team von einem Jugend-Orga-Team unterstützt wurde. Zusammen haben Der mit dem Zopf, Fabian, Leo (labcode), Liv und Niklas Schr täglich mit dem Jugend hackt-Team telefoniert, um das Event innerhalb von drei Tagen zu organisieren.

Ablauf

Anstelle der üblichen zweieinhalb Tage ging #jhremote fast vier ganze Tage. Donnerstagnachmittag haben wir uns alle zum Auftakt-Zoom getroffen. Es wurde gebrainstormt und diskutiert und das Hacker*innen 1,2,3 durfte natürlich auch nicht fehlen (wenn auch über Kahoot)!

Freitagmorgen ging es ganz traditionell mit der Gruppenfindungsphase über Zoom los, wobei sich drei wunderbare Projektteams gebildet haben. Freitag und Samstag waren die Programmiertage, mit Zoom-Calls zwischendurch, damit auch der soziale Aspekt nicht zu kurz kommt.

High- und Lowlights

Zu einem Jugend hackt-Event gehört vieles: Alpakas (falls ihr nicht wisst, was es mit denen auf sich hat, hier findet ihr es heraus), Mate, Tech-Talk und schlaflose Programmier-Nächte, vor allem aber: Technik, die nicht ganz so funktioniert, wie sie es eigentlich sollte. Daher waren wir von Anfang an überrascht, dass die ganzen vier Tage lang die Videotelefonie einwandfrei funktioniert hat. Schade nur: Genau als wir die Abschlusspräsentation öffentlich streamen wollten, versagte die Technik einfach für eine halbe Stunde. Das musste ja kommen (Vorführeffekt). An der Technik dürfen wir wohl noch etwas feilen.

Erfreut waren wir aber dennoch darüber, dass nahezu alle Teilnehmer*innen die ganzen vier Tage lang mitgearbeitet haben und dass wir dennoch viel Spaß miteinander hatten. Die gesamte Abschlusspräsentation könnt ihr hier oder auf media.ccc.de anschauen:

Projekte

Wie bei allen Jugend hackt-Events gab es Projektideen, die in alle Richtungen gehen. Und auch wie bei allen Events wurde viel Wert auf Open Data und Open Source gelegt. Alle drei Projektvorstellungen findet ihr am Ende dieses Textes.

Ein Projekt, welches diesen Ideen wunderbar umgesetzt hat, ist Deutschlandkarte à la Bahn. Dieses Projekt wurde von Jana, Jonathan, Jskob, Leo (labcode), Moritz, Simeon umgesetzt und führte das Fahrplandatengarten-Projekt von Jugend hackt in Berlin und Ulm 2019 weiter. (Code)

Das Projekt Onlineklausuren von Arne, Dominik, Felix und Franz versucht hingegen, die aktuelle Krise für Schüler*innen zu entschärfen und bietet eine Online-Platform zum digitalen Schreiben von Klausuren. (Code)

Ganz im Sinne der Freiheit versucht auch Anti-Überwachungsrouter zu helfen. Das Projekt von Hendrik, TheGameLab und Jake bietet auf Grundlage von OpenStreetMap Navigation an, mit der man Überwachungskameras auf dem Weg vermeiden kann und die Benutzer*innen somit nicht versehentlich aufgezeichnet werden. (Code)

Und für’s nächste Mal

Uns allen hat Jugend hackt Remote 2020 super gefallen und wir werden weiterhin versuchen, digitale Events und Programme anzubieten, um zumindest weiterhin die mit Code die digitale Welt zu verbessern. Ihr könnt euch also schon auf kommende Veranstaltungen freuen!

Autor*innen: Der mit dem Zopf, Liv

Das Organisations-Team

Mehr Screenshots vom Event bei Flickr

Dankeschön

Ein riesiges Danke geht an unsere tollen Mentor*innen, die kurzfristig und ehrenamtlich mitgemacht und die Teilnehmer*innen bei ihren Projekten unterstützt haben. Danke auch an bleeptrack für das Logo und Systemabsturz für den musikalischen Gruß in der Abschlusspräsentation!

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