Jugend hackt Frankfurt am Main – Wie alles begann…

…und was alles passiert ist beim ersten Jugend hackt im Rhein-Main-Gebiet:

Wie alles anfing

Alle zwei Jahre treffen sich internationale Künstler*innen, Wissenschaftler*innen, Designer*innen und Programmierer*innen zum NODE Forum for Digital Arts in Frankfurt wieder. Den Rahmen für die fünfte Version des Festivals bildete dieses Jahr das Motto “Designing Hope”. Da die Jugend immer die größte Hoffnung der Menschheit ist, gab es natürlich verschiedene Überlegungen, wie man das Thema adäquat im Kinder- und Jugendprogramm wiederspiegeln kann. Als die Direktion des Festivals, Jeanne Charlotte Vogt, auf die Macher von Jugend hackt traf, wurde dank des dortigen Mottos “Mit Code die Welt verbessern” schnell klar, dass zusammengearbeitet wird. Dies war der Startschuss für das erste Jugend hackt im Rhein Main Gebiet.

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Sebastian Kujas

Die Community in diesem Teil Deutschlands war sofort bereit bei der Umsetzung zu helfen und so konnte eine große Zahl an Mentor*innen und Unterstützer*innen für die Umsetzung des Hackathons gewonnen werden. Durch ihren ehrenamtlichen Einsatz haben die 19 Mentor*innen und 7 Helfer*innen das Wochenende überhaupt erst möglich gemacht.
Die zahlreichen Unterstützer*innen ermöglichten uns außerdem, den Jugendlichen eine breites Feld an Technik wie 3D-Drucker, verschiedenste Sensorik, Microcontroller, Kameras etc. zur Verfügung zu stellen.

Kreativer Veranstaltungsort war das Naxos-Atelier in der gleichnamigen Halle, das durch seine Kunst und Graffiti einen ganz besonderen Flair mit sich bringt.

Der Ablauf

Am Freitag, den 30.06.2017 ging es nachmitttags los und weil die vielen neuen Eindrücke und Menschen auch viel Energie benötigen, gab es abends erstmal Pizza. Wichtige inhaltliche Impulse gab es danach von Bogomir Engel (OK Lab Frankfurt) zu Open Data und von den NODE Kurator*innen Jeanne und Alex zum Schwerpunktthema “Echt oder Falsch” bzw. “Designing Hope”. Mit vollem Bauch und vollem Kopf ging es dann in die erste Brainstorming-Phase, in der die Grundlagen für die Projekte des Wochenendes gelegt werden. Für die anschließende Diskussion über Hacker-Ethik haben wir das Konzept des Flipped Classroom ausprobiert. Die Jugendlichen sahen im Vorfeld den Vortrag von Joachim Scharloth als Video. Steffen Haschler vom Chaos Computer Club Mannheim führte dann, auf dem Video basierend, durch die Diskussion.

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Sebastian Kujas

Voller Elan waren die ersten Jugendlichen am Samstag schon um 8 Uhr am Naxos-Atelier, obwohl wir die Tore erst um 9 Uhr öffneten ;). Danach fanden sich schnell die Teams zu den Projekten und die Jugendlichen legten direkt los. Neben dem Hackathon bestand für die Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf dem NODE-Festival umzuschauen und eigene Eindrücke zu sammeln, wie sich Künstler*innen aus der ganzen Welt kreativ mit Technik auseinandersetzen. Die Teilnehmer*innen bekamen eine extra für sie konzipierte Führung über die Ausstellung des Festivals und konnten sich audiovisuelle Performances anschauen.

Ansonsten kam am Abend der klassische Flair eines Hackathons auf. Mittlerweile gab es eine Live-Übertragung vom aufgebauten 3D-Drucker und der Lasercutter lief auf Hochtouren. Sensorik wurde auf Herz und Nieren getestet. Ansonsten wurde gecodet, gecodet und nochmal gecodet. 

CC-BY 4.0 Jugend hackt, Foto: Sabine Reitmaier

Nach einer weiteren kurzen Nacht standen am Sonntag direkt die Proben für die öffentliche Präsentation auf dem Festival an. Die Jugendlichen konnten ihre Präsentationen auf der großen Leinwand in der Halle üben. Während dieser Proberunde trafen bereits die ersten Interessent*innen ein und blieben gespannt stehen oder sitzen. Die Zuschauer*innen kamen bei den Präsentationen kräftig ins Staunen, was die Jugendlichen in der kurzen Zeit so umsetzen konnten. An ihren Gesichtern konnte man auch klar erkennen, dass der eine oder die andere so einiges dazulernte.

Die Projekte

1) Hello, my name ist Fluffy: Janita, Jael, Jasmin
2) CleanWiFi: Quentin, Daniel, Jonathan, Benjamin
3) Smafe City – smart und safe: Mark, Jan
4) IPS (Indoor Positioning System): Joshua, Jonas, Andreas, Tjark, Leon,Simon
5) Profile-O-Mat: Torben, Philipp, Niklas, Moritz, Levy, Bela, Adrian
6) Tweetguess: Tobias, Baran, Moritz, Peter, Markus, Simon, Paul

Jugend hackt in Frankfurt sagt Danke!

Jugend hackt in Frankfurt sagt Danke an alle, die ein unglaublich inspirierendes und großartiges Wochenende ermöglicht haben! Mit viel Durchhaltevermögen und Ehrgeiz haben die Jugendlichen und ihre betreuenden Mentor*innen Unglaubliches auf die Beine gestellt.

Natürlich wäre all das nicht möglich ohne finanzielle Unterstützung. Ein besonderer Dank geht deshalb an all unsere Förderer wie die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt, die Hopp Foundation und das NODE-Forum itself. Für das Sponsoring der Hardware bedanken wir uns beim Museum für Kommunikation Frankfurt, der Open Tech Academy, der Hochschule Mainz und der Jugend hackt Community sowie vielen weiteren Unterstützer*innen, die uns helfend zur Seite standen. 

Mehr Infos zu Jugend hackt in Frankfurt am Main 2017

  • Alle Bilder vom Wochenende finden sich im Flickr-Album
  • Alle Videos der Projektpräsentationen findet ihr auf Youtube
  • Eine Übersicht aller Projekte gibt es auf hackdash