Köln 2026
Am 08. Mai startete Jugend hackt Köln dieses Jahr etwas früher als in den vorangegangenen Jahren. Bis zum 10. Mai erdachten 39 Jugendliche mit der Unterstützung von 12 Mentor*innen ihre Visionen für die nahe Zukunft.

Traditionell untraditionell
Wie auch in den Vorjahren durften die Teilnehmenden einen Tapetenwechsel erwarten. Dieses Mal war Köln-Ehrenfeld der Entstehungsort für die Technikfantasien unserer Teilnehmenden. In den Räumen der eva gGmbH bildeten sich am Samstagmorgen insgesamt 9 Projektgruppen, die ihre Brainstorming-Ideen gemeinsam in die Tat umsetzten um diese am Sonntag zu präsentieren. Und auch hier wich Jugend hackt Köln 2026 von alten Wegen ab: Die Präsentation sollte in neuem und ungewohntem Format umgesetzt werden.

Zehnjahresplan
Im Mittelpunkt des Jahresmottos “Jugend Hackt 2036” stand dieses Mal die nahe Zukunft und damit einhergehende Fragen potenzieller Besserungen, die sich die Teilnehmenden erdenken und dann gemeinsam erarbeiten konnten.
Die Brainstorming-Phase war lebhaft wie noch nie. Mit 20 Ideen von 9 Gruppen wurde frei nach dem Motto „Am Anfang steht eine Idee!“ gehandelt.
In and Out
Bestes Wetter ließ den Junghacker*innen stets die Wahl auch den schönen Außenbereich oder die Dachterasse der Location zu nutzen. Das steigerte die Stimmung, die Vitamin D Produktion und den Limokonsum. Wenn dann doch mal was gelötet, 3D-gedruckt oder am Lasercutter bearbeitet wurde, musste es ohne Sonnenschein gehen. Das Ehrenwerk, welches seine Werkstatt in der Location betreibt, konnten wir als unseren Making Space nutzen.

Smile for the camera
Die Zeit wird knapp, der Druck steigt, die Pizza wird kalt – In der Regel läuft der Sonntagmittag in Köln genau so ab. Doch dieses Mal gab es eine drastische Änderung: Kein Live-Stream und keine Frontalpräsentation auf einer Bühne.
Das diesjährige Präsentationskonzept sah vor, dass die Gruppen ihre Ergebnisse im Haus und Garten verteilt an einem kleinen, selbst gestalteten Stand zur Schau stellten. Dadurch erhofften wir uns eine entspannte Atmosphäre und einen Zeitgewinn für die Projektarbeiten, da somit die Generalprobe wegfiel. Bei Sonnenschein erklärten die Gruppen ihren Verwandten und allen Interessierten, was sie sich ausgedacht hatten.
Doch ganz ohne eine Kamera ging es dann doch nicht. In kurzen Videos durften die Gruppen ihr Projekt auch zur asymmetrischen und dezentralen Veränderungen Ihrer Ergebnisse vorstellen:

Schweige-Alpaca
Die moderne Welt ist eine laute Welt – das kann man vermutlich so sagen (oder flüstern). Doch je lauter es ist, desto schwerer ist es sich zu konzentrieren. Und damit wenigstens in der Schule (wo Konzentration wichtig ist) ein bisschen Ruhe einkehrt wurde das Schweige-Alpaca als Lautstärkeprüf- und Warnsystem entwickelt.
Pixel Party
Wie jedes Jahr bei Jugend hackt, gab es auch dieses Mal wieder eine Game-Design Gruppe. Hier entstand übers Wochenende ein kooperatives Jump ‘n Run Spiel, in dem man gemeinsam Gegner besiegen und durch Parcours laufen muss.
Iris
Auf Reisen sind aufkommende Fragen schnell mit dem Griff nach dem Handy geklärt. Zahlreiche Apps helfen uns, etwaige Sprachbarrieren zu überwinden. Was aber, wenn mein Gegenüber Gebärdensprache spricht, ich aber nicht? Dann kommt Iris zur Hilfe. Das Programm erkennt mittels einer Kamera Handzeichen und Gesten, um sie dann in Text zu übersetzen. Auch gesprochene Sprache übersetzt Iris in Text. Dies passiert in Echtzeit und ermöglicht so die Funktion als Dolmetsching-Programm.
Open Ark
Spielekonsolen sind heutzutage geschlossene Systeme mit eingeschränkter Upgrademöglichkeit und das störte die Projektgruppe “Open Ark”. Kurzerhand entwickelten sie ein eigenes, offenes, modifizierbares, Open-Source-System mit Fokus auf Transparenz und Sicherheit.
Multi-Pen
Immer diese garstigen Rechtschreibfehler. Um sie zu vermeiden, müssen wir alle öfter, als wir gern würden, nachschlagen, wie ein Wort geschrieben wird oder wie ein Komma gesetzt wird. Der Multi-Pen übernimmt diese Arbeit indem er beim Schreiben mit der eingebauten Kamera auf Rechtschreibung prüft und auf einem kleinen Display den korrigierten Text anzeigt.
Fahrschulsimulator
Die Preise für den Erhalt eines Führerscheins steigen immer weiter. Um dem entgegenzuwirken, entwickelte die Gruppe übers Wochenende ihren eigenen Fahrschulsimulator. Neben einer 3D Simulation entstanden im Projektverlauf auch Hardware: ein Lenkrad, Gas und Bremse, mit dem das simulierte Fahrschulauto gesteuert werden kann.
BloomGPT
Sich um Pflanzen zu kümmern kann oft komplizierter sein, als es der erste Anschein zu vermuten lässt. Mit BloomGPT ist das alles trivial. Im Projekt wurde ein Pflanzenanalyse-Tool entwickelt, mit dem Pflanzen anhand von Fotos bestimmt werden können. Um der*den Nutzer*in zu unterstützen werden zusätzlich Sensoren eingesetzt, mit denen sich Umweltdaten wie Temperatur, Luftfeuchte und Wassergehalt in der Erde ermitteln lassen.
Hilfe-Horn
Wie reagiere ich in einem medizinischen Ernstfall, wenn es mal ganz überrascht, ganz schnell geht? Um in diesem wichtigen Moment die Ruhe zu bewahren, wurde das Hilfe-Horn entwickelt. Das handliche Gadget stellt durch einfache ja-nein Fragen fest, ob und welche Art von Hilfehandlungen für eine Person in Not einzuleiten sind. Im Fall des Falles leitet es die Herzdruckmassage mittels Display und akustischer Signale an.
Anti-K.O.
Wie erkenne ich, ob jemand Drogen in mein Getränk gekippt hat, während ich kurz auf der Toilette war? Dem Problem widmete sich die Anti-KO Gruppe bei der Veranstaltung. Die Lösung: Ein Becher, der Warngeräusche von sich gibt, wenn der Deckel abgenommen wurde.
Förderung und Sponsoring
Ein herzlicher Dank geht an unsere Förderer, die Stadt Köln, das Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW und der Marga und Walter Boll-Stiftung. Ebenso möchten wir uns bei unseren großzügigen Sponsoring-Partner*innen REWE Digital und MIO MIO bedanken. Ein besonderer Dank gilt der eva gGmbH, die uns mit ihrer Unterstützung maßgeblich bei der Realisierung des Events geholfen hat.
Wir möchten uns bei allen jungen Menschen und Mentor*innen bedanken, die an diesem Event teilgenommen haben. Nur mit euch ist Jugend hackt in Köln möglich.
Bis zum nächsten Mal!
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