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Noch acht Wochen sind es bis Jugend hackt Berlin! Wir galoppieren bereits wild enthusiastisch dem Wochenende entgegen, das, so munkelt man, das vielleicht beste Jugend hackt in der Geschichte von Jugend hackt wird. Damit die Zeit für uns und euch schneller vergeht, präsentieren wir euch ab sofort jede Woche einen Lightning-Talk des letzten Jahres.

Wir starten mit Hacker-Ethik von Frank Rieger, einem der Sprecher des Chaos Computer Clubs. Frank erklärt uns, warum die Hacker-Ethik der Hippokratische Eid jeder Informatikerin und jedes Informatikers sein sollte. Viel Spaß!

„TreeFi wird Wirklichkeit“

Wir freuen uns immer sehr, wenn die bei den Jugend hackt Events entwickelten Ideen Teilnehmende und Interessierte so begeistern, das mehr daraus wird. TreeFi ist eine dieser Ideen und dieser Teams, die es schaffen, ganz viele zu begeistern – so auch beim Congress des Chaos Computer Clubs den interessierten politischen Bildner Guido Brombach vom DGB Bildungswerk, der kurzerhand das ganze Team einlud, das Modell in real umzusetzen. Wie die Woche vor Ort aussah, erklärt das Team von TreeFi selbst:

Endlich wird es wahr! Aus einem kleinen Modell wird Wirklichkeit! Wir haben die tolle Möglichkeit bekommen, unser Projekt Treefi beim Hattinger Mediensommer zu verwirklichen. Für alle, die sich fragen, was Treefi ist, hier eine kurze Erklärung: Treefi bietet freies WLAN im Austausch gegen Bewegung, verbunden mit der Bewässerung eines Baumes. Dabei erzeugt man durch Fahrradfahren, also dem Antreiben von Dynamos Strom, der den im Baum platzierten WLAN-Router versorgt. Außerdem sollte durch Bewegen des Lenkers eine Pumpe angetrieben werden, die den Baum bewässert. Die Absicht dieses Projektes ist es nicht nur, freies WLAN anzubieten, sondern es auch mit Bewegung und Natur zu verbinden.
Im Laufe der Woche stießen wir auf verschiedene Probleme, die wir durch Improvisation lösen konnten. So wird statt durch die erdachte Pumpe, die wir nicht im Baumarkt fanden, der Baum durch eine höher gestellte Regentonne mit Wasserhahn, den man mit dem Lenker öffnen kann, bewässert.
Die meisten Probleme gab es allerdings bei dem WLAN-Router. Angefangen bei seiner Weigerung, zu tun, was er können sollte und stattdessen lieber Dinge zu tun, die er nicht können sollte, bis zu irreführenden Herstellerangaben hat er uns sehr viel Zeit gekostet. Statt den angegebenen 0,8 Ampere, werden sogar über 2 Ampere benötigt, weswegen wir gezwungen waren, einen zweiten Pufferakku und Dynamo anzubauen.
Doch wir haben es geschafft! Schwingt man sich nun in den Sattel des gebrauchten Fahrrads (die Reinigung war ziemlich anstrengend) und tritt kräftig in die Pedale, treibt man die zwei, am Hinterrad befestigten Dynamos an. Dabei ist das Hinterrad in einem Ständer so gelagert, dass sich das Rad frei in der Luft drehen kann. Der erzeugte Strom wird in den Elektronikkasten geleitet, indem sich die Pufferakkus befinden. Diese speichern den Strom, damit man auch einmal eine Pause machen kann, ohne dass das WLAN sofort ausgeht. Nachdem der Wechselstrom durch den Gleichrichter in Gleichstrom umgewandelt wurde und aus den 5 Volt der Dynamos durch den Aufwärtskonverter 12 Volt gemacht wurden, fließt der Strom in den WLAN-Router, der am Baum befestigt ist. Dieser schaltet sich an und stellt WLAN bereit.
Neben dem Fahrrad steht eine Regentonne, von der ein Schlauch zu einem Kugelhahn neben dem Vorderrad führt. Dreht man den Lenker nach rechts, öffnet man diesen und das Wasser wird durch eine Sprühspitze an den Baum gesprüht.
Alles in allem war es eine tolle Erfahrung, es hat sehr viel Spaß gemacht und am Ende haben wir ein echtes Treefi-Fahrrad. Wir danken Guido vom Hattinger Mediensommer für die Finanzierung dieses Projekts. Einen großen Dank auch an unsere Mentoren Hanna und Mirko, ohne deren tatkräftige Unterstützung wir das Projekt nie geschafft hätten.
Leeloo, Olivia und Tita
Vor Ort gab es auch noch einen Dokumentarfilmseminar, die ein Portrait von Leelo und TreeFi gedreht haben: