Die Jugend hackt Labs sind gestartet

Am Samstag, den 13. Juli sind endlich die Jugend hackt Labs gestartet!

Nach Monaten des Planens, Ankündigen und Wartens haben wir eine neue Projektphase erreicht. Und der Auftakt war grandios! Trotz Konkurrenz durch bestes Sommerwetter haben in Fürstenberg elf Teilnehmende Umweltsensoren gebaut, und in Ulm fanden sich 15 Jugendliche zusammen, um unter dem Motto „Let’s play to save the world“ Computerspiele zu entwickeln.

Umweltsensoren in Fürstenberg

In Fürstenberg haben die Jugendlichen in Teams Bausätze für Umweltsensoren zusammengesetzt. Gemeinsam mit den Mentor*innen, aber auch in Form von Peer-Learning, haben sie danach mit der Programmierung der Mikrocontroller begonnen.

Die Sensoren sollen in Fürstenberg an verschiedenen Plätzen angebracht werden, um so langfristig Offene Daten zu erheben, mit denen man weiterarbeiten kann – sei es in Form von individuellen oder gemeinschaftlichen Projekten, aber auch, um die Stadtentwicklung beobachten zu können.

Die Märkische Allgemeine schickte zum Termin einen Reporter.

Im Verstehbahnhof geht es an diesem Samstag, den 27. Juli, bereits weiter. Auch dieser Termin ist ein Offenes Coden, Tüfteln und Weltverbessern, bei dem die Jugendlichen an ihren Sensoren weiterarbeiten können, daneben bietet das Haus ein schier unendliches Angebot an Möglichkeiten.

Game Jam in Ulm

Beim Game Jam haben die Teilnehmenden eigene Computerspiele entwickelt. Die Spieleentwicklerin Kathrin Radtke hatte vorweg das Tool bitsy vorgestellt, mit dem man im Browserfenster ganz ohne zu programmieren Spiele bauen kann. Allen stand aber natürlich offen, auch mit anderen Anwendungen oder Programmiersprachen zu arbeiten.

In einer kurzen Brainstorming-Phase überlegten die Teilnehmenden, für welche Probleme sie mit einem Spiel sensibilisieren wollen und was sie zur Umsetzung benötigen. Danach legten die Gruppen los.

Die Jugendlichen konnten schon auf diesem ersten Termin erste Prototypen fertigstellen: In einem in Scratch programmierten Spiel ist man Inhaber*in eines Supermarktes und muss entscheiden, ob man Produkte mit oder ohne Bio-Gütesiegel verkauft. Mit bitsy entstanden Abenteuer, die auf Artensterben und bedrohte Tierarten und Lebensräume hinweisen.

Seit dem Auftakt am 13. Juli hat in Ulm vor einigen Tagen bereits der zweite Lab-Termin stattgefunden, der ein so genannter “offener Termin” war. Offen bedeutet hier, dass kein festes Programm für diese Treffen feststeht. Alle sind eingeladen, eigene Projekte mitzubringen, an denen sie weiterbauen wollen. Man kann sich auch einfach so treffen, um Dinge auszuprobieren und es gibt vom Team vor Ort auch immer kleine optionale Angebote.

So konnten bei diesem zweiten Termin unter anderem die Teilnehmenden des ersten Workshops an ihren Spielen weiterarbeiten, oder auch Retro-Spielekonsolen bauen und ausprobieren.

Ausblick

An beiden Standorten hatten wir eine sehr heterogene Gruppe von Teilnehmer*innen, was uns immer sehr freut. Es waren einige bekannte Gesichter dabei und Jugendliche, die bereits an Hackathons teilgenommen haben, aber auch Mädchen und Jungen, die zum ersten Mal zu einem Jugend hackt-Angebot gefunden hatten. Alle brachten unterschiedliche Vorkenntnisse und Interessensschwerpunkte mit, die sie in der Arbeit in den Teams perfekt genutzt haben.

Das bestärkt uns in unserer Arbeit und in der Vision, die wir für die Labs haben – als Orte der Vernetzung und des Austausches, des ersten Kontakts mit der Coding-/Design-/Making-Community, zum Vertiefen von Wissen und zum interdisziplinären Arbeiten, in dem sich jede*r mit seinen*ihren Fähigkeiten einbringen kann.

Diese neue Projektphase ist uns als Organisator*innen besonders spannend, da wir ab nun unsere Überlegungen und Planungen in der Praxis erproben und adaptieren können. Wir können Feedback von Teilnehmenden, aber auch von Unterstützer*innen, wie den ehrenamtlichen Mentor*innen, einholen. Und wir sind bestens gerüstet für das Wachstum, das nächstes Jahr im Rahmen der SKala-Förderung passiert.

Regelmäßige Termin-Updates gibt es auf unserer Labs-Seite und auch auf den Seiten des Verschwörhauses oder des Verstehbahnhofes.

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